Archive: August, 2015

German Angst-Krise – Teil 4. Über die Spürbarkeit der Eurokrise

„In Deutschland geht es uns verhältnismäßig gut.“ Wenn wir etwas aus der Eurokrise lernen sollen, dann das. Als Lohnabhängige sollen wir zufrieden sein, mit dem, was wir haben. Denn es könnte ja schlimmer kommen. Es könnte so kommen wie in Spanien, Italien, Portugal und Griechenland. Wir hingegen haben Arbeit, unser Staat ist nicht bankrott und

German Angst-Krise – Teil 3. Warum heißt es „German angst“?

Ein paar Spekulationen über „nationale Generalcharaktere“. 1. Im Englischen verwendet man das deutsche Wort „angst“ um über eine bestimmte charakterliche Eigentümlichkeit eines Menschen zu sprechen, über ein latentes, psychologisches Grundbefinden. Während der Furcht bzw. „fear“ eine typisch intentionale Struktur eignet, sie also auf einen Objekt oder einen Umstand gerichtet ist, verzeichnet das Englisch-Wörterbuch die „angst“

German Angst-Krise – Teil 2. Besuch bei den Großeltern

Mein Großvater ist ein 81-jähriger, aus Ost-Berlin stammender, nun aber im Odenwald lebender Ingenieur. Er führt immer noch ein eigenes Büro, mit meiner Großmutter als Sekretärin. Seine Arbeitszeit hat er seit einem Jahr auf 40 Stunden die Woche heruntergesetzt. Er fährt ein umweltfreundliches Auto mit Elektro-Option und rühmt sich gleichermaßen klimabewusst, wie wohl informiert zu

German Angst-Krise – Teil 1. Citizens, hear me out. This could happen to you.

Während einer Sommerschule zu kritischen Perspektiven auf die Eurokrise habe ich die selbst erteilte Aufgabe, eine Abhandlung über das Phänomen der Angst in Deutschland auf Papier zu bringen. Irgendwie in Bezug auf die Krise natürlich. Der Begriff der Angst kam mit Überlegungen über die deutsche Haltung zur Krisenpolitik auf. Immer wieder kamen wir in der

theme by teslathemes