Tag: flüssige Moderne

Pol. Entscheidungswege Teil 1: Wo beginnt Lobbyismus?

Mein Besuch auf der IPOMEX (eine Messe für Polizeiausstattung in Münster) und Defence EXPO (in der 2. Halle gab es Militärausrüstung zu sehen) hat mir den Hauch eines Gefühls gegeben, wie und wo politische Entscheidungen wohl zu Stande kommen. In der Oberbayern-Pampa hatten wir überlegt, dass nicht so sehr die staatl. Institutionen an sich das Problem

Kritik, Affekt und das Problem der Realitätsblasen. Kann eine normative Theorie uns retten?

Kurze Erkenntnis zum Kritikverständnis, nach wunderbarem Gespräch heute Vormittag: Es wird ja hin und wieder gesagt, dass die Kritik Foucault’scher und subjektphilosophischer Schule auf so etwas wie „Verflüssigung“ hinauslaufe. Damit ist eine öffnende und machtkritische Infragestellung der epistemischen Kategorien, der sozialen Normen und der subjektiven Wahrnehmungsweisen gemeint, in denen sich Subjekte auf sich selbst und

12 Apr 2015
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Gefangen in der versiegelten Oberfläche….

Ich bin beinahe ausschließlicher Benutzer von OS X. In meinem Alltag bin ich auf professionelle software angewiesen; auf software, die zuverlässig und verständlich tut, was ich will, am besten ohne dabei groß zu spüren zu sein, ohne groß Reibung zu erzeugen, ohne zwischen der Idee und der Umsetzung einen „schweren“ Weg zu haben. Gleichzeitig sollte

Der Datenzwilling als doppeltes Schlitzohr

vor 5 Minuten im Gespräch diese kleine Erkenntnis bekommen… In verschiedenen Einrichtungen wohnen unsere Datenzwillinge. Grundsätzlich gibt es da mindestens zwei verschiedene Typen: Der NSA-Zwilling und den facebook-Zwilling. Der bei der NSA  den haben wir nicht im Griff, den kennen wir nicht, den haben wir auch selber nie bewusst gefüttert. Unsere Angst vor ihm ist,

Virtuell kultivierte Sucht nach narzisstischer Bestätigung

Bauman macht als eine von zwei Triebkräften hinter der enormen Nachfrage nach Facebook folgendes menschliche Bedürfnis aus: „Zweitens müssen sie sich furchtbar vernachlässigt, unbeachtet, übersehen gefühlt haben, ja abgeschoben, exiliert und ausgeschlossen, wobei sie es abermals als zu schwierig, ja unmöglich empfanden, sich auf einem der ihnen erreichbaren Wege selbsttätig aus der verhaßten Anonymität zu

Bejahung: big data zurückerobern.. (so gehts wohl nicht)

unter dem globalen Schlagwort „quantified self“ Vernetzt sich aktuell eine Community, die mit Hilfe von big data Selbstoptimierungen auf neuem Niveau betreibt. http://quantifiedself.com Da werden Schritte gezählt, Blutzucker gemessen, Schlafphasen analysiert, das Essen überprüft… dem ist erstmal keine Grenze gesetzt. Idee ist durchaus, dass man die Errungenschaften, die big data bietet nicht nur den Konzernen

„Sinnverlust“ in der flüchtigen Moderne?

In Antwort auf Kunzels Beitrag zu liquid modernity, Freiheit und Überwachung Immer wenn von Sinnverlust die Rede ist, wird bei mir das Bild des larmoyanten alten deutschen Nachkriegsintellektuellen getriggert (da können wir wahlweise die Herren der Frankfurter Schule nehmen oder auch Günter Grass; und auch Baumann ist ein alter Herr), der in den konservativen Feuilletons

13 Jun 2014
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