Tag: Interventionstechniken

Empathische Dissonanz: Praktische Auswege aus einer psychosozialen Sackgasse

Mir steht eine psychosoziale Sackgasse vor Augen, aus der es oft schwierig ist, einen Ausweg zu finden: Ich finde mich immer wieder in sozialen Kontexten, auf Veranstaltungen oder eingebunden in Gruppen wieder, die mich in eine paradoxe Lage manövrieren. Einerseits beginne ich auf der interpersonell-emotionalen Ebene, Anschluss zu finden, Kontakt aufzubauen, ich lasse mich auf

26 Jul 2015
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Münkler-Watch: Das Problem der Anonymität

Seit ein paar Wochen wird der Blog Münkler-Watch in den etablierten Medien skandalisiert. Bei Münkler-Watch handelt es sich um einen anonym betriebenen Blog, der eine Vorlesung des Politikwissenschaftlers Herfried Münkler an der HU Berlin begleitet und kommentiert. Der Blog beginnt mit Münklers erster Vorlesung zur „Politischen Theorie und Ideengeschichte“ im Sommersemester 2015, und analysiert diese

Münkler-Watch und die Psychologie des „Extremismus der Mitte“

In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ (FAS) ist am Sonntag, 24. Mai, unter dem Titel „Attacken an der Humboldt-Uni. Unser Professor, der Rassist“ ein Artikel zu „Münklerwatch“ erschienen, in dem man selten komprimiert und direkt die Psychologie unserer neu-konservativen gesellschaftlichen Mitte studieren kann. Zunächst: Münklerwatch ist ein bemerkenswertes Interventionsprojekt von hu.blogsport.de, welches die Vorlesung im laufenden

Zensus Briefverkehr

Mein Haus ist Opfer der Zensusbefragung. Da kommt dann jedes Jahr so ein schmieriger Typ und stellt dir einen Haufen persönliche Fragen, die er dann auf einem Schmierpapier notiert und das dann irgendwie an die Behörden weitergibt. Wenn du gerade nicht da bist, fragt er halt deine Mitbewohner aus. Dieses Jahr wollte ich das eigentlich

11 Aug 2014
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Situative Intervention, Performativität, und die Rolle des Kollektivs.

Es ist nicht so klar, was Performativität eigentlich genau bedeuten soll, wenn es speziell um situative Interventionen in öffentlichen oder institutionellen Räumen geht. Nach den vielen Diskussionen am Wochenende an der KHM ist klar, dass es mindestens vier „Pole“ oder Modi der Performativität gibt, die in diesem Kontext unterschieden werden müssen, und bei denen dann

25 Jul 2014
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„Sinnverlust“ in der flüchtigen Moderne?

In Antwort auf Kunzels Beitrag zu liquid modernity, Freiheit und Überwachung Immer wenn von Sinnverlust die Rede ist, wird bei mir das Bild des larmoyanten alten deutschen Nachkriegsintellektuellen getriggert (da können wir wahlweise die Herren der Frankfurter Schule nehmen oder auch Günter Grass; und auch Baumann ist ein alter Herr), der in den konservativen Feuilletons

13 Jun 2014
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Kritik als Rollenspiel

In Antwort auf den Beitrag zu Johannes Paul Raether und new realism. Deine Notizen zu dieser Rollen-Performance-Praxis von Paul Rather hat bei mir die Vision einer Praxis der Kritik entstehen lassen, die der Foucaultschen Kritik eine echte Alterative oder Ergänzung zur Seite stellt. Nämlich die Idee, in diskursiven Situationen Rollen zu verkörpern. Das heißt, Charaktere

12 Jun 2014
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Johannes Paul Raether und Theaterfestival Mannheim (new realism)

  geschrieben beim Theater der Welt Festival in Mannheim. Vergangene Woche war Johannes Paul Raether, ein Transvestie­Performance­Künstler aus Berlin an der KHM zu Besuch. In Berlin dürfte er vor allem durch den kollektiven Kunst/Party­Raum „Basso“ (ca 90er und 00er Jahre?) bekannt sein. In den letzten Jahren hat er in Einzelperformances mit einer ganzen Reihe an

11 Jun 2014
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